Kreiszeitung – Holger Rinne
Wildeshausen – Großer Andrang herrschte am Samstagvormittag beim Tag der offenen Tür der Musikschule des Landkreises Oldenburg. Hunderte Kinder strömten mit ihren Eltern zur Wildeshauser Burgstraße, um ihr Lieblingsinstrument auszuprobieren. Gleich zu Beginn war der Veranstaltungssaal zum Bersten gefüllt, wie Thomas Milowski aus dem Programmteam freudestrahlend berichtete. Unter dem Motto „Hereinspaziert! Es präsentiert sich der Musik-Zirkus Wildeshausen“ hatten die „Musikalische Früherziehung“ sowie der Kinderchor Alt und Jung zum Mitmachen aufgefordert.


Gleich danach konnten die Kinder eine Stunde lang Instrumente ausprobieren, bevor die Probenräume für alle geöffnet wurden. Die Lehrer präsentierten Holz-, Blech-, Tasten-, Streich-, Schlag- und Zupfinstrumente. Im Raum der Blechbläser hatten sich die Geschwister Felia und Max aus Sandkrug ausgerechnet an das größte Blechblasinstrument, die Tuba, gewagt. Musiklehrer Joni Alessander Prochnow gab den beiden je ein Kesselmundstück in die Hand und zeigte ihnen, wie man auf solch einem Mundstück Töne erzeugen kann.

Als Max dann an der Tuba, die beinahe so groß ist wie er selbst, sein frisch erlerntes Können ausprobierte, entlockte er dem Instrument einen richtig satten Ton und bewies damit: Es kommt nicht auf das Lungenvolumen, sondern vielmehr auf die Technik an. Seine Schwester machte es ihm prompt nach und probierte gleich danach auch noch die Posaune aus. „Felia ist bei Frau Hollstein in der musikalischen Früherziehung und interessiert sich tatsächlich für die Posaune“, berichtete die stolze Mutter.

Ebenso einfühlsam wie ihr Kollege erklärte die Klarinetten- und Saxofonlehrerin Jutta Heumann den Kindern zunächst den Aufbau einer Klarinette und reichte ihnen dann die oberen beiden Bestandteile des Instruments, Birne und Mundstück, zum Ausprobieren, was sofort gut funktionierte.

Einen Raum weiter bezog Gitarrenlehrer Frederic Drobnjak die Eltern mit ein, die zur frisch erlernten Begleitung ihrer Kinder auf der Gitarre den Kanon „Bruder Jakob“ sangen. Im Nebenraum standen die Kinder Schlange, wo Levon Allahverdyan das Violoncello vorstellte.

Fotos: Ichiro Asanuma



